Die Bad Blankenburger Bibel- und Glaubenskonferenz

darf man als älteste, regelmäßig stattfindende Bibel- und Glaubenskonferenz, mit Bedeutung in ganz in Deutschland, bezeichnen. Sie wurde 1886 von Anna von Weling begründet, die im thüringischen Bad Blankenburg gleichzeitig ein diakonisches Zentrum (damals u. a. Waisenhaus) schuf.

Schautafeln in der Konferenzhalle künden etwas von der bewegenden Gründungsgeschichte und den Entwicklungen. Anna von Weling hatte 1886 die „Villa Greifenstein“ (heute: Haus Liebe) privat erworben und dorthin zur ersten Konferenz in ihr Wohnzimmer eingeladen. Die ersten 27 Teilnehmer beschlossen die jährliche Fortsetzung. Die Beteiligung an der Konferenz wuchs sprunghaft an, so dass schon in den ersten 20 Jahren 4 neue Gebäude für die Veranstaltungen und für die Gäste gebaut wurden, zuletzt die noch heute im Betrieb befindliche Konferenzhalle..

Eine weitere große Wachstumsphase hatte die Konferenz in den Nachkriegsjahren. In den Jahren der DDR war sie unter den jährlich stattfindenden kirchlichen Konferenzen (in der DDR) diejenige, mit den meisten Besuchern, mit zunehmender Beteiligung junger Leute (der Staatssicherheitsdienst verzeichnete für 1989 82 % junger Menschen unter 25 Jahren bei einer Teilnehmerzahl von 5000!).