Ernst Modersohn und die "Harfe"
Das Lebenswerk von Ernst Modersohn
Sein Leben steht im Dienst der Förderung des Reiches Gottes und spiegelt sich besonders in der Gründung der „Harfe“ wider. Durch die Unterstützung der Prediger, finanzielle Hilfen und Zuschüsse beim Bau von Gemeinschaftshäusern wirkte er nachhaltig am Aufbau und der Stärkung der Allianzkonferenzen und des Allianzhauses mit.
Arbeit als Evangelist und Schriftsteller
1910
Ernst Modersohn beendet seine Arbeit im Evangelischen Allianzhaus in Bad Blankenburg und arbeitet als freier Evangelist und Schriftsteller.
Gründung der "Harfe"
1920
Mordersohn gründet seine eigene Druckerei. Er möchte eine lange Bezeichnung veremeiden. Nach dem Liedvers: Halleluja, Gott zu loben bleibe meines Herzens Freud; ewig sei mein Gott erhoben, meine Harfe ihm geweiht.“ entschied er sich für „Harfe". Noch vor der Einweihung im Januar 1920 veranstaltete Modersohn während der Allianzkonferenz eine Lob-und-Dank-Versammlung.
Neubau der Druckerei
1925
Der Neubau berücksichtigt gezielt soziale Aspekte. Helle Frühstücksräume und ein Saal für gemeinsame „Harfenabende“ schaffen Raum für Begegnung. Ergänzt wird dies durch Sitzgelegenheiten im Garten sowie eine Unterstützungskasse für Menschen in schwierigen Lebenslagen.
Was wurde gedruckt?
- Heilig dem Herrn (bis 42.000)
- Der Weg zum Glück (bis 140.000)
- Evangelisches Allianzblatt
- Blatt des Weißen Kreuzes
- In zunehmendem Maße die Bücher von Ernst Modersohn.
- Akzidenzdrucke
Ernst Modersohn wird verhaftet
1940
Am 27. November 1940 wird Ernst Modersohn von der Gestapo nach Weimar gebracht und von dort in die Jenaer Nervenklinik eingeliefert. Es soll festgestellt werden, dass er psychisch erkrankt sei.
Die Klinik tat der Gestapo also nicht den Gefallen, Modersohn zu als geisteskrank zu diagnostizieren, schlug lediglich vor, es genüge, wenn man gegen Modersohn auf dem „verwaltungsrechtlichen Wege“ einschreitet. Ihm solle somit die Rede und Publikationserlaubnis entzogen werden.
Freilassung mit strengen Auflagen
Pastor Modersohn wurde freigelassen, aber ihm war jede öffentliche Wirksamkeit genommen. Seine technischen Geräte (Diktaphon, Schreibmaschine) wurden beschlagnahmt. Er durfte nicht reisen. Hans Bruns übernahm die Herausgabe von Heilig dem Herrn. 1941 wurden zudem die meisten christlichen Zeitschriften verboten.
Aufbruch in eine neue Wirkungsphase
nach 1945
Modersohn wurde unmittelbar aktiv. Er hielt Predigten, unternahm Evangelisationsreisen und wirkte beim ersten Allianztag 1947 in der Speisehalle sowie in der Stadtkirche Bad Blankenburg mit.
Hinzu kamen zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Predigtbände und eine zeitgemäß überarbeitete Neuauflage von „Er führet mich auf rechter Straße…“.
Über den laufenden Betrieb in der „Harfe“ sind hingegen nur wenige Informationen vorhanden.
Der Tod von Ernst Modersohn
2. Februar 1948
Im Februar 1948 verstirbt Ernst Modersohn. Bis zuletzt lebte er im Dienst des Herrn.
Neuauflage von "Heilig dem Herrn"
1950 - 1972
Bis zu seinem Tod wollte Ernst Modersohn nichts unversucht lassen, das Blatt wieder in der Harfe herausgeben zu können. Nach seinem Tod übernehmen Angehörige und Ernst Krupka als Herausgeber. Die erste Auflage von 2000 enttäuscht, wächst aber langsam auf 3500.
Nach Krupkas Einstieg in den Ruhestand schwindet das breite Interesse an "Heilig dem Herrn". Im Alter von 82 Jahren gibt Ernst Krupka im Todesjahr von Alfred Modersohn auf. Er hatte keinen Nachfolger gefunden.
Im wachsenden Angebot an Zeitschriften konnte sich „Heilig dem Herrn“, ohne Ernst Modersohn, nicht behaupten.